In diesem Artikel geht es um das Flashen einer neuen Firmware (Original, Unslug oder was auch immer). Und wie man die Slug wieder lauffähig bekommt (via Update oder  RedBoot Modus), sollte mal etwas beim Flashen oder Konfigurieren schief gegangen sein…

Das Flashen einer Firmware

Ich gehe davon aus das momentan eine der Originalversionen von Linksys auf der Slug läuft. Möchte man nun eine andere Firmware (Original, Unslug oder Debian) auf das Gerät aufspielen, öffnet man seinen Browser und gibt die IP-Adresse oder Namen seines Gerätes ein. Über den Punkt „Administration“ und „Advanced“ navigieren wir zu dem „Upgrade“ Menu. Mit „Browse“ wählen wir das Firmwarepaket aus.

Beim Flashen darf kein Gerät an die USB-Buchsen angeschlossen & der Name der Firmwaredatei darf nicht länger als 8+3 Zeichen sein!

Mit „Start Upgrade“ wird die Aktualisierung durchgeführt. Jetzt ist etwas Geduld gefragt, den das Update kann schon mal 5 Minuten dauern. Wenn die Slug selbstständig neu gebootet hat ist sie wieder unter der alten IP-Adresse ansprechbar.

Notfallrettung der Slug

Es kann vorkommen das beim Flashen etwas schief läuft (z.B. Stromausfall) oder durch eine fehlerhafte Konfiguration die Slug nicht mehr bootet oder ansprechbar ist. Für diese Fälle gibt es die Möglichkeit die Slug in den so genannten „Update-Modus“ zu bringen um dann eine funktionieren Firmware einzuspielen. Bei der „Resetknopf Methode“ bleibt die Grundkonfiguration (eingestellte IP-Adresse, Adminpasswort usw.) erhalten. Mit der „Telnet Methode“ wird auch die Grundkunfiguration gelöscht.

Die „Resetknopf Methode“

Wir benötigen das Tool Sercomm (für Windows) oder Upslug2 (für Linux). Sobald die Slug im Update-Modus ist, kann man mit diesen beiden Tools eine Firmware auf das Gerät flashen.

Hierbei bleibt die Grundkonfiguration (eingestellte IP-Adresse, Adminpasswort usw.) erhalten. Siehe „Telnet-Methode“ für einen vollständigen Reset!

  1. Slug ausschalten
  2. Den Resetknopf drücken und gedrückt halten.
  3. Während der Resetknopf gedrückt ist, den Einschaltknopf kurz drücken
  4. Wenn die Ready/Status LED nach ca. 10 Sekunden Rot (bei neueren Modellen dunkel Orange) wird, den Resetknopf sofort loslassen.
  5. Wenn die Ready/Status LED abwechselnd Rot und Grün blinkt, bist du im „upgrade modus“.
  6. Falls die Ready/Status LED Gelb blinkt hast du den Resetknopf nicht schnell genug losgelassen. Versuche es erneut.
  7. Sercomm oder Upslug2 starten, Slug und Image auswählen, fertig.

Beim Flashen darf kein Gerät an die USB-Buchsen angeschlossen & der Name der Firmwaredatei darf nicht länger als 8+3 Zeichen sein. Sercomm immer als Administrator ausführen und darauf achten das Sercomm mit dem richtigen ETH-Kontroller läuft.

Die „Telnet-Methode“

Die Slug ist beim Start für einen kurzen moment via Telnet unter der Adresse 192.168.0.1 auf Port 9000 erreichbar (RedBoot-Modus). Gelingt der Login kann man die Slug wieder in den Auslieferungszustand versetzen (alle Einstellungen werden zurückgesetzt!)

Der PC muss sich im gleichen Adressraum wie die Slug befinden (192.168.0.X)

Wir öffnen ein Kommandozeilenfenster (cmd) und suchen mit dem Befehl „ping –t –w 1 192.168.0.1“ in einer Endlosschleife nach der Slug im RedBoot-Modus. In einem zweiten Fenster geben wir den Befehl „telnet 192.168.0.1 9000“ ein, ohne jedoch auf die Entertaste zu drücken. Jetzt ist ein gutes Timing gefragt. Wir starten die Slug, und beobachten den ping im ersten Fenster.

Sobald dieser eine erfolgreiche Antwort von der Slug erhält, drücken wir im telnet-Fenster auf die „Returntaste“ und anschließend sofort die Tastenkombination „STRG-C“. Beim richtigen Timing meldet sich RedBoot. Waren wir zu langsam müssen wir die Slug resetten und es noch einmal versuchen.

Jetzt kommt die einzig heikle Situation. Vor dem Einspielen der neuen Firmware muss noch der Speicherbereich im Flash gelöscht werden, in dem die Slug seine Konfigurationsdaten ablegt. Wir geben dazu folgendes Kommando ein:

fis erase -f 0x50040000 -l 0x20000

Das Zeichen hinter dem zweiten „-“ ist der Buchstabe „l“ und nicht die Ziffer „1“

Dieser Befehl löscht den angegebenen Speicherbereich ab der Adresse 0x50040000 im Boot-Flash. Ein Fehler bei diesem Kommando kann den RedBoot-Loader überschreiben und den NSLU2 für immer zerstören!

Mit dem Befehl „upgrade“ versetzen wir die Slug dann in den „Update-Modus“ und können mit dem Tool Sercomm (für Windows) oder Upslug2 (für Linux) eine neue Firmware einspielen.

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